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Zusammenfassung Bearbeiten

Wie kann ich einen Techno-Track komponieren? Wie schaffe ich es, den Track tanzbar und doch interessant zu halten und nicht zu überladen?

Die meisten denken, das sei sehr einfach - ich nehme einfach einen Beat und dann wird mir schon was einfallen. Aber leider klappt das nur selten - oft weiß man in der Mitte nicht mehr weiter.

Im folgenden Abschnitt findest du eine Anleitung in einzelnen Schritten. Man kann sie einfach auf die meisten Stile elektronischer Tanzmusik wie House oder Electro anwenden. Es wird vorausgesetzt, dass ein PC mit Sequencer schon vorhanden ist.

Vorgehensweise Bearbeiten

  • Überlege dir zuerst, was du mit dem Track erreichen willst. Du solltest dabei vor allem den Kontext im DJ-Set bedenken. Soll der Track die Leute aufpushen und für Ekstase sorgen (sogenannte Uplifter)? Oder soll er die Menge beim Tanzen halten und eher eine hypnotische Stimmung verbreiten? DJs wechseln meist zwischen beiden Track-Typen hin und her, wobei ein Uplifter auf etwa 5-10 eher hypnotische Tracks kommt. Was auch bedeutet, dass du mit einem gut gemachten hypnotischen Track bessere Chancen hast gehört zu werden als mit einem mittelmäßigen Uplifter.
  • Fange nicht mit dem Beat an Anfang an, sondern mit dem Hauptteil. Techno-Tracks sind meist nur auf einem einzigen Thema aufgebaut, das als Höhepunkt des Tracks fungiert. Wenn man mit dem Anfang anfängt, riskiert man, irgendwann nicht mehr weiterzuwissen - und dann lagert der Track jahrelang unfertig auf der Festplatte.
  • Das Haupt-Thema kann nahezu aus allem bestehen - es kann eine Melodie sein, ein besonders prägnanter Sound, ein Sample oder auch eine gute Bassline. Nur eins ist wichtig: es muss gut klingen und dein Ziel (siehe Schritt 1) erreichen. Versuche also, das Hauptthema bis aufs Maximum auszuschöpfen.
  • Nachdem du das Thema ausgewählt hast, kommt die Begleitung dran: Beat, Bassline und eventuell weitere Elemente wie Pads (Flächenklänge) und Effekte, je nach Stilrichtung. Diese sollen immer das Thema unterstützen - nicht mehr und nicht weniger. Baue auf keinen Fall ein zweites Thema ein, wenn du nicht genau weißt was du tust - es macht den Track meist unnötig kompliziert und "überladen".
  • Wenn einmal der Mittelteil fertig ist, kannst du den Rest des Tracks angehen. In den meisten Fällen bedeutet das, nach hinten und vorne erst einmal den Mittelteil per Copy & Paste zu wiederholen und dann auszudünnen. Am Anfang und am Ende des Tracks sollte immer eine rein rhythmische Passage stehen (Beat alleine oder Beat und Bassline), damit der DJ den Track gut mit den anderen mixen kann.
  • Wenn die Grundstruktur fertig ist, baue kleine Breaks, Aussetzer des Beats, ein, und garniere den Track mit einigen Effektsounds. Das macht den Track interessanter. Bei beiden Elementen sollte man es aber auch nicht übertreiben.
  • So, dann sollte der Track fertig komponiert sein! Spiele ihn am besten ein paar Leuten vor, um zu sehen, wie er wirkt.

Zusätzliche Hinweise Bearbeiten

  • Am einfachsten geht das Arrangieren von Techno-Tracks mit einem loop-orientierten Sequencer wie Ableton Live, FL Studio oder LMMS, da du hier jede Sequenz / Loop mit wenigen Klicks wiederholen kannst. Aber auch mit einem traditionellen Sequencer wie Cubase oder Rosegarden ist es kein Problem, man muss aber den Überblick behalten, vor allem wenn man einen Block kurz abändert.
  • Kommt dir spontan ein Thema für einen Track in den Sinn, dann notiere es! Egal ob es auf einem Blatt Papier oder auf dem Handy ist, selbst die Tonfolge bringt einen meistens wieder darauf.
  • Einige elektronischen Musikstile sind nicht so repetitiv aufgebaut wie Techno. Bei Trance oder Garage musst du auch die Harmonien und die Melodie im Blick behalten (siehe auch Lied komponieren).
  • Wenn dir ein Thema zu wenig ist, kannst du auch zwei Themen einander gegenüberstellen - viele erfolgreiche Tracks tun das. Fange aber trotzdem erst mit den beiden Themen an und schaue, wie beide zueinander passen. Erst dann solltest du den Rest des Tracks angehen.
  • Noten lesen können ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber du solltest trotzdem etwas Ahnung von Musik haben. Je mehr Kenntnisse du hast um so bessere Tracks wirst du produzieren.

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